Die Entwicklungsgeschichte des Datenloggers
Die Evolution des Datenloggers: Die Historie zeigt die spannende Entwicklung des Datenloggers, angefangen bei analogen Registriergeräten (Punkt- und Linien Schreibgeräten) bis hin zu modernen, portablen Mini Loggern.
Anfang des 20. Jahrhunderts
1900 - 1910
Punkt- und Linien Schreibgeräte (analoge Registriergeräte) werden eingesetzt, um Messgrößen zeitsparend zu erfassen und zu dokumentieren. Dabei wird das Messinstrument mit einem Uhrwerk verbunden. An den Zeiger des Messinstrumentes ist ein Stift befestigt, welcher die Messdaten auf einem Stück Papier vorschreibt. Einer dieser ersten Linienschreiber wird von der Firma Siemens und Halske entwickelt.
Die 40er und 50er Jahre des 20. Jahrhunderts
40er Jahre
Transistoren (Punktkontakt Dioden) werden in den späten 40er Jahren in den Laboratorien der Bell Telephon Company entwickelt.
50er Jahre
In der sich anschließenden Evolution der Transistoren gehen bis zu den frühen Anfängen der 50er Jahre der Punkt-Kontakt-Transistor, der Bipolartransistor und der Feldeffekttransistor hervor.
Zwischen 1960 und 1990
Frühe 60er Jahre
Die rapide Zunahme technischer Miniaturisierung ermöglicht die Unterbringung von Dutzenden von Transistoren und anderen Komponenten auf Silikonchips. Das Vermögen von Transistoren, als schnell reagierende Schalter eingesetzt zu werden, macht den Weg für digitale Technologie frei. Es entstehen die ersten Datenlogger.
1965
In Glasgow entwickeln Strangeways and McCulloch einen der ersten Multikanal Datenlogger (Limpet Logger), der analoge Eingangssignale digitalisiert und auf Magnetband aufzeichnet.
1966 - 1980
Die Kompaktkassette beginnt Ihren Siegeszug über das Magnetband. Die Firma Microdata baut 1966 den ersten Datenlogger, der den Einsatz von Kompaktkassetten als Speichermedium ermöglicht. Diese Datenlogger finden Ihren Einsatz bis in die späten 80er Jahre. 1977 erfindet Eli Harari von Hughes Aircraft den EEPROM (Electrically Erasable Programmable Read-Only Memory). Durch diesen Speicher fällt die Notwendigkeit der ständigen Stromversorgung für Datenlogger weg.
1980er
Lon und Ellen Hocker von Onset entwickelten 1981 den ersten batteriebetriebenen, tragbaren Datenlogger namens Tattletale. In den darauffolgenden Jahren wurden Datenlogger zunehmend kompakter und benutzerfreundlicher. Sie erhielten Schnittstellen zu PCs, um die Daten auf Computern zu analysieren, und Software-Tools zur effizienten und genauen Auswertung der Messdaten. Die Verwendung von intelligenten Sensoren, die speziell für bestimmte Messgrößen wie Temperatur, Feuchtigkeit, Druck oder Spannung entwickelt wurden, nahm zu, während sich auch die Speicherkapazität und Akkulaufzeiten erheblich verbesserten. In den späten 80er Jahren führten preiswert verfügbare Flash-EEPROMs zu der Entwicklung der Datenlogger, die heute produziert und genutzt werden.
1990er
In den 1990er Jahren erlebte die Technologie einen weiteren Sprung. Die fortschreitende Miniaturisierung von Elektronikkomponenten führte zu immer kleineren und leistungsfähigeren Datenloggern. Die Einführung von drahtlosen Technologien (z. B. Bluetooth, Wi-Fi) ermöglichte es, Datenlogger kabellos mit Computern oder Netzwerken zu verbinden, wodurch Echtzeit-Überwachung und Fernzugriff auf Messdaten möglich wurden. Die Verwendung von integrierten Sensoren und modularen Systemen machte die Geräte noch flexibler und erweiterbar.
2000er Jahre bis heute
In den letzten zwei Jahrzehnten hat die Entwicklung von IoT (Internet of Things) und Cloud-Technologien die Nutzung von Datenloggern revolutioniert. Heute können viele Geräte Daten in Echtzeit an Cloud-Plattformen senden, wodurch eine noch umfassendere und dezentralisierte Analyse und Überwachung möglich wird.
Moderne Datenlogger sind mit einer Vielzahl von Sensoren ausgestattet, die eine breite Palette an Messgrößen erfassen können, darunter Temperatur, Luftfeuchtigkeit, pH-Wert, CO2-Konzentration und vieles mehr.Zudem ermöglichen mobile Apps und Web-Dashboards eine benutzerfreundliche Visualisierung der Daten und eine sofortige Alarmierung im Falle von Abweichungen von vorgegebenen Schwellenwerten.
Quellen:
https://www.alte-messtechnik.de/hub/hub-2.htm
https://rmets.onlinelibrary.wiley.com/doi/pdf/10.1256/wea.234.03
https://www.tandfonline.com/doi/pdf/10.1080/02626666509493423
https://iceweb.eit.edu.au/process-instrumentation/system-design/data-loggers.html