Schock-Datenlogger
Schockdatenlogger, auch Beschleunigungs Datenlogger genannt, zeichnen Beschleunigungen in ein, zwei oder drei Achsen auf.
Was ist ein Schockdatenlogger ?
Ein Schockdatenlogger ist ein Beschleunigungs-Datenlogger, der Beschleunigungen je nach Anwendungsfall in 1, 2 oder 3 Richtungen aufzeichnet.
Üblicherweise sind hier Beschleunigungen von ca. 15 g gemeint, größere Auslegungen sind jedoch ebenfalls realisierbar.
Schock-Datenlogger werden heutzutage immer kleiner, damit ihr Eigengewicht den Prüfling nicht oder nicht nennenswert beeinflußt.
Die Messreihen werden intern gespeichert und können zum Beispiel via USB-Kabel übertragen werden.
Es gibt auch Systeme, welche die Daten auf Micro-SD-Karten speichern.
Hier kann dann einfach die volle gegen eine leere Karte ausgetauscht werden, somit ist der Datenlogger sehr schnell wieder einsatzbereit.
Datenlogger mit hoher Speicherkapazität
Die Datenlogger von MSR Electronics weisen Speicherkapazitäten von 2.000.000 Messwerten auf. Dabei beträgt die Messrate max. 1.600 Messwerte pro Sekunde.
Geringere Messraten sind selbstverständlich ebenfalls möglich.
Reicht der Speicher nicht aus, können die Daten optional auf einer Micro-SD Speicherkarte mit bis zu 4GByte gespeichert werden.
Geräte werden so gebaut, dass Werte nur bei Überschreiten voreingestellter Triggerereignissen gespeichert werden - Ruhephasen werden nicht aufgezeichnet.
Eine eingebaute Batterie bzw. ein Akku hält das Gerät bis zu 6 Monate betriebsbereit.
Ein Besipiel für diesen Typ sind die Schock-Datenlogger (z.B. MSR 145 oder MSR 165) von MSR Electronics GmbH (Schweiz).
Anwendungsbeispiele Schockdatenlogger
Ein Schock-Datenlogger (z. B. MSR 165) wird am Transportgut befestigt und zeichnet alle Vorkommnisse während Transport und Lagerung minutengenau auf. Stürze, Rempler und andere unsachgemäße Beschleunigungen lassen sich so mittels Zeitstempeln auf den Verursacher zurückführen.
Im Maschinenbau ist die Einhaltung von vertraglich zugesicherten Erschütterungswerten von besonderer Bedeutung.
Kostspielige Fertigungsmaschinen können durch unsachgemäßen Transport beschädigt werden. Die Folge sind oft langwierige Rechtsstreitigkeiten mit hohen Regressforderungen.
Ein fest eingebauter Schockdatenlogger bringt hier schnell Klarheit über Art und Zeitpunkt eines unzulässigen Ereignisses.
Datenlogger können ebenfalls die Einhaltung von Belastungsgrenzen überwachen.
Im Falle von Verformungs- oder Bruchereignissen kann mit Hilfe im Chassis montierter Beschleunigungs-Datenloggern nachgewiesen werden, ob das Fahrzeug während der Garantiezeit innerhalb der vereinbarten Belastungsgrenzen betrieben wurde.
Erdstöße können mit Schwingungsdatenloggern genau und unkompliziert registriert und ausgewertet werden.
In Zeiten der Energiewende können mehraxiale Schock-Datenlogger bei der Vibrationsmessung an Rotorblättern unterstützen.
Zum Einsatz kommen die Geräte bei der Wartung der Anlagen, um eine schnelle Vermessung der Rundlaufeigenschaften der Rotoren zu ermöglichen und unerlaubte Schwingungen zu erkennen.
Zur Qualitätssicherung liefern die Datenreihen einaxialer Beschleunigungsdatenlogger zusammen mit Dehnmessstreifen ein genaues Bild der Betriebssicherheit von Aufzügen.